Nahrungsergänzungsmittel: Folsäure, Eisen, Magnesium, ...

Während der Schwangerschaft ist eine ausreichende Versorgung mit Vitaminen und Nährstoffen noch wichtiger als sowieso schon für jeden Menschen dies eine hohe Bedeutung hat. Leider ist es aber so, dass in der heutigen Lebensweise viele Menschen einen Mangel haben, je nach Lebensweise mehr oder weniger und unterschiedlich am Bedarf an Supplementierung. Ist das Supplementieren natürlich? Hat das Supplementieren Vorteile, um einen Mangel auszugleichen oder Nachteile, weil diese Art von Nährstoffen unnatürlich ist? Ich sehe es folgendermaßen: Ideal ist, wenn man über die Lebensweise und Ernährung auf natürliche Art und Weise mit Nährstoffen versorgt ist. Das gelingt, um es ehrlich zu sagen, allerdings nur, wenn man sehr viel Zeit in der Sonne verbringt, saisonales Obst und Gemüse aus dem eigenen Garten bezieht, dies mit Wildkräutern ergänzt und auf jegliche Fertignahrung sowie Industriezucker und Weißmehle verzichtet. Ich denke du wirst nicht zu denen gehören, die drastisch gesagt in einem Tipi ein Öko Leben mit der Natur führt ;-) Du kannst daher selbst schauen, wie viel unnatürliche Nahrung nimmst du auf? Wie viel hat das noch mit der Natur zu tun? Und wenn wir tatsächlich auf natürliche Lebensmittel (Rohkost) schauen, stammen diese aus natürlichem Anbau (frei von Pestiziden und Anbau draußen) oder sind es doch eher Nahrungsmittel aus Gewächshäusern, die durch Überzüchtung gar nicht mehr ihren natürlichen Anteil an Vitaminen haben sowie mangels Sonnenlicht sich gar nicht richtig entfalten können? Das bedeutet, je unnatürlicher wir leben, desto wahrscheinlicher ist ein Mangel. Man kann einerseits selbst reflektieren, wie es um die Darmflora aussieht und wo wir an Nährstoffen

eher sparsam sind, andererseits bietet uns die moderne Medizin eine einfache Möglichkeit, per Blutabnahme den Vitaminstatus schwarz auf weiß anschauen zu können. Wenn du einen Mangel hast, kommen folgende Optionen in Betracht

  • Mit einem Mangel weiter leben und somit Folgeerkrankungen in Kauf nehmen

  • Die Lebensweise und Ernährung so stark ändern, dass ein natürlicher Status wieder erreicht wird

  • Den Mangel mit Supplememtierung ausgleichen und ggf. eine Erhaltungsdosis beibehalten

Ist die Supplementierung natürlich? Nein, die Art und Weise, Nährstoffe mit einer Kapsel o.Ä. mit einem Mal aufzunehmen, was man sonst über den Tag verteilt über die Nahrung aufnimmt, ist unnatürlich. Allerdings ist es möglich, mit dieser unnatürlichen Handhabung einen natürlichen

Nährstoffhaushalt des Körpers wieder herzustellen und aufrecht zu erhalten. Man schafft somit mit einer unnatürlichen Handhabung eine gesunde, natürliche Versorgung des Körpers. Ist der Körper ausreichend mit Nährstoffen versorgt, kann er deutlich besser arbeiten, sei es die einzelnen Körperfunktionen als auch das Immunsystem und das seelische Wohlbefinden. 

Während der Schwangerschaft bietet man auch dem Baby die Möglichkeit, ausreichend mit Nährstoffen versorgt zu sein, damit dieses kleine Lebewesen sich gesund entwickeln kann. Man verhindert, als Beispiel, durch eine ausreichende VitaminD Versorgung die Wahrscheinlichkeit einer Fehlgeburt. Möchtest du auf diesen Vorteil verzichten, nur weil es unnatürlich ist? Anders herum gibt es Risiken, zum Beispiel fördert die Einnahme von Folsäure nicht nur das gesunde Zellwachstum sondern auch das bösartige (Krebs). Bei solche Sachen ist es vorteilhaft, auf natürliche Stoffe zurück zu greifen, in diesem Fall Folat. Damit der Körper aber nur bedingt unnatürlich versorgt wird sondern man aus der unnatürlichen Situation das beste macht, ist es wichtig sich damit auseinander zu setzen, welche Unterschiede welche Verbindungen haben, welches Vitamin welche Co Faktoren benötigt, wie es um die Bioverfügbarkeit aussieht, ob sie fett- oder wasserlöslich sind, welche sich gegenseitig unterstützen

und welche sich behindern und zu guter Letzt hilft ein Blick auf die Zutatenliste. Je mehr Füllstoffe und Zusätze vorhanden sind, desto ungeeigneter. 

Du kannst dich bei einem Mangel auch fragen, welches Risiko dir lieber ist. Die Risiken eines Nährstoffmangels oder die Risiken der Supplementierung. Schaue genau, welche Nährstoffe wofür wichtig sind, welche davon als Mangel welche gesundheitlichen Folgen haben und anders herum, welche Nachteile das Supplementieren einzelner Nährstoffe welche Risiken bringt. Frage dich selbst, mit welchem Risiko du dich eher anfreunden könntest, falls eine solche Folge entstehen würde.

Hier eine grobe Zusammenfassung, aber es gibt natürlich noch weitaus mehr Nährstoffe als die, die hier aufgelistet sind.

Folsäure

Von manchen Nahrungsergänzungsmitteln hast du vielleicht noch gar nichts gehört, anderes wiederum ist in aller Munde. Sicherlich gehörst auch du zu denjenigen, die bereits viel von der Folsäure gehört haben. Vielleicht hast du sie sogar schon mit Kinderwunsch eingenommen. Nun, nachdem du beim Arzt warst oder dieser Termin noch bevor steht, wird er dir dieses Präparat empfehlen, wobei laut seiner Aussage die Marke dabei weniger von Bedeutung ist. Ob man also zu klassischen "Folio"/"Folio forte" greift oder zu anderen Herstellern, ist weniger wichtig als die Tatsache, überhaupt Folsäure zu nehmen.

Hast du das Thema Folsäure mal hinterfragt? Weißt du, was Folsäure eigentlich ist, wofür sie wichtig ist und ob bzw. wo sie in der Natur vor kommt? Hast du dich mal gefragt, warum man die ganze Schwangerschaft über die Folsäure "zur Sicherheit" nehmen soll, obwohl die Angst vor dem Offenen Rücken nur in den ersten Wochen von Bedeutung ist? Möchtest du mehr darüber erfahren? Wenn nein, warum nicht? 

Vitamin D3

Während die o.g. Folsäure sehr populär ist und man schon fast als verantwortungslos gilt, wenn man diese auch nur hinterfragt, so wird das VitaminD nur sehr selten angesprochen. Im Gegenteil, das VotaminD wird teils sogar als schädlich bewertet. 

Wie stehst du dazu? Hast du schon einmal etwas vom VitaminD gehört? Welche Vorteile kennst du, welche Nachteile und hast du beide Seiten einmal hinterfragt? Wusstest du z.B., dass die oft erwähnten Nebenwirkungen nicht auftreten, wenn man die VitaminD Einnahme mit Vitamin K2 und Magnesium kombiniert? Hast du dich schon einmal damit befasst, wie viel VitaminD man aufnehmen sollte? Hast du deine Blutwerte mal auf VitaminD überprüfen lassen und wusstest du, dass mindestens 50ng/ml empfohlen werden, während der normale Referenzbereich niedriger geschaffen ist? Hast du dir Studien dazu angesehen und möchtest du mehr über VitaminD erfahren?

Wie stehst du dazu, wenn du die gesellschaftlich geprägte Einstellung zu dem Thema ausblendest und nur in dich hinein horchst. Denkst du, VitaminD ist wichtig? Brauchst du es? Warum ja oder warum nein? 

Eisen

Zum Ende der Schwangerschaft sinkt der Eisenwert und gefühlten 99% wird empfohlen, mittels Eisenpärparaten den gefährlich niedrigen Eisenwert wieder aufzufüllen.

Hast du diese Praktiken schon einmal hinterfragt? Stellst du dir nicht vielleicht die Frage, ob es einen Sinn von der Natur haben könnte, wenn bei ziemlich allen schwangeren der Eisenwert sinkt? Meinst du, die Natur wäre "doof", absichtlich Mutter und Kind zu gefährden, indem sie unfähig ist, den Eisenhaushalt selbst zu regulieren? Hast du dich schon einmal gefragt, welche Nachteile es haben könnte,den Eisenwert künstlich anzuheben? Findest du es nicht merkwürdig, dass bei der oralen Einnahme von Kapseln der Körper sich wehrt, Bauchschmerzen und fester Stuhl die Folge sind und um dies zu vermeiden, empfehlen manche Ärzte eine Eiseninfusion? Verstehst du? Der Körper reduziert seinen Eisenwert. Füllt man diesen künstlich auf, wehrt sich auch hier der Körper. Dies umgeht man,l indem man es direkt in den Blutkreislauf spritzt. Meinst du, das ist gesund?

Hast du dich mal gefragt, ob es Unterschiede gibt von Frau zu Frau und ob jede ihren eigenen individuellen idealen Eisenwert hat so wie er gesund für den eigenen Körper ist? Und hast du hinterfragt, ob es Unterschiede gibt zwischen pflanzlichen Eisenpräparaten (z.B. Floradix), Kapseln und Infusionen? Welche Vor- und Nachteile haben sie? Hast du schon einmal hinterfragt, ob hojhe Eisenwerte andere Auswirkungen haben? Wusstest du z.B., dass Kupfer eine wichtige Rolle spielt und abhängig davon ist, wie viel Eisen man hat? Wusstest du beispielsweise, dass Kupfer in gesundem Zustand für u.A. Entspannung, in ungünstigem Fall für u.A. Krämpfe. Eine Überdosis an Kupfer verhindert beispielsweise die Schwangerschaft (Kupferspirale/ Kupferkette). Zum Eisen schreibt Dr. F. Graf in seinem Buch (s.re.) "Eisengaben steigern die Eisenmenge im Blut und auch die Blutbildung, die Blutgefäßvölle, den Blutdruck, die Pulsvölle und die Arbeitslast für das Herz. Die typischen Eisenthemen sind der starke Wille, das Mit-Macht-Wollen, die „Hauruck"- Entscheidungen, die Starrheit und Unflexibilität, welche die Geburt unerträglich behindern und zu häufigen operativen Notentbindungen führen können. Dann würde die zuvor angestrebte Blutüberfülle zwingend wieder freigegeben."

Kupfer ist der Gegenspieler von Eisen. Während Kupfer für u.A. Harmonie steht, ist Eisen genau das Gegenteil, Aggression, Wut etc. Meinst du nicht, für die Geburt könnte es von Vorteil sein, wenn aufgrund eines normal niedrigen Eisenwertes die Harmonie und das Wohlbefinden dominiert?

Sicherlich kann ich hier die genauen chemischen Prozesse des Eisens und seinen umfangreichen Funktionen sowie den damit zusammenhängenden Faktoren wie Eisen, Eiweiß usw. nicht genau darstellen. Ich kann und möchte hier auch gar nicht dies erläutern. Ich möchte dich vielmehr dazu anregen, selbst die gängige Praxis zu hinterfragen. Hinterfrage, ob in deinem individuellen Fall der Eisenwert eine gute sinnvolle Einrichtung von Mutter Natur ist oder ob man hier unterstützend nach helfen sollte. Je nachdem wie es um dich steht kannst du auf Eisen verzichten, diesen über die Ernährung aufbauen/ halten, mit pflanzlichen Arzneien anheben oder es sind bei starker Anämie tatsächlich Infusionen wichtig. Ich möchte weder grundsätzlich von Eisen abraten noch möchte ich, dass du blind dieses einnimmst. Hinterfrage genau, was sind die Vorteile, was die Nachteile. Warum brauchst du es, wie viel brauchst du und welche Folgen hat Einnahme oder Verzicht für die Geburt. Ich möchte dich ermutigen, neugierig zu sein. Neugierig darauf, wie dein Körper funktioniert, was er wofür braucht und was er warum selbst reguliert sowie wann man dem Körper unterstützend zur Seite stehen sollte.

Magnesium

Magnesium ist sicherlich nicht so bekannt wie Folsäure, aber dennoch weitaus häufiger empfohlen als das Vitamin D. Aber hast du auch hier, selbst recherchiert und hinterfragt, welchen Sinn Magnesium erfüllen soll, wie viel nötig ist und wo die Unterschiede zwischen den vielen Anbietern und Präparaten liegen? Hast du beispielsweise mal die Packungsbeilage studiert und beobachtet, wie viele Zusätze und Füllstoffe in üblichen Discounterprodukten aufgelistet sind, während andere Präparate zu 100% aus Magnesium bestehen? Hast du mal hinterfragt, wo beispielsweise der Unterschied zwischen Magnesiumcitrat und Magnesiumoxyd liegt? ... und welches warum besser für deinen Körper ist? Hast du mal hinterfragt, ob die Theorie der wehenhemmenden Wirkung (weshalb man Magnesium zum Ende der Schwangerschaft absetzen sollte) wirklich stimmt? Wenn dem so ist, wäre es nicht ein leichtes, mittels Magnesiumgaben eine drohende Frühgeburt zu verhindern? Oder anders herum, was wäre, wenn du Magnesium weiter nehmen würdest, hätte es Vor- oder Nachteil für den "Muskel Gebärmutter", wenn er zur Geburt ausreichend mit Magnesium versorgt ist?

Brauchst du Magnesium? Wofür? Oder warum nicht? Hast du dich selbst gefragt und in dich hinein gehorcht, wie du dich damit fühlst, wenn du Magnesium einnimmst? Oder hast du deine Ernährung reflektiert, wie nährstoffreich ist diese? Fühlst du dich gut mit dem Magnesium, welches du nimmst? Möchtest du die Dosis beibehalten, erhöhen oder die Magnesiumverbindung wechseln, zum Beispiel für eine höhere Bioverfügbarkeit? Wusstest du, dass es einen Unterschied in Sachen Verträglichkeit macht, ob man das Magnesium einmal am Tag schluckt oder in Wasser gelöst über den Tag verteilt trinkt? 

Wusstest du, dass überschüssiges Magnesium vom Körper ausgeschieden wird, sodass du anhand deines Stuhlgangs ungefähr einschätzen kannst, ob du genug, zu wenig oder zu viel nimmst? Wusstest du, dass man Magnesium sogar bei Verstopfung anwenden könnte?

Omega 3

Omega 3 ist in aller Munde. Jeder weiß, dass wir die guten Fette brauchen, während die schädlichen Fette sehr sehr sparsam auf unseren Speiseplan gehören. Und doch nehmen nur wenige Schwangere tatsächlich Omega3 (ausreichend) zu sich. Dabei spielt Omega3 nicht nur eine Rolle bei der bekanntlichen Gehirnentwicklung sondern hat beispielsweise auch Einfluss, bei einem Mangel Frühgeburten zu fördern sowie dass die Kinder nach der Geburt intensiver betreut werden müssen. Eine ausreichende Versorgung an Omega reduziert die Gefahr, an Asthma, Allergien, Neurodermitis, ADHS uvm. zu erkranken. Leinöl reicht Untersuchungen zufolge nicht aus, wichtig sind DHA und EPA, omit Fisch- oder Algenöl.

Zusammenfassung

Während der Schwangerschaft ist eine ausreichende Versorgung mit Nährstoffen wichtiger als in "normalen" Lebenslagen. Wir wollten dabei aber weder blind alles schlucken, was uns gerade schmackhaft gemacht wird noch sollten wir Dinge auslassen, nur weil sie nicht angesprochen werden. Du solltest dich stets fragen, ist das, was ich gehört habe, wahr? Klingt es einleuchtend oder möchte ich mehr darüber erfahren? Passt die empfohlene Dosis zu mir? Brauche ich mehr oder weniger? Welchen Nutzen hat derjenige, der mich berät, von meiner Entscheidung und wäre es besser, jemand unabhängigen zu befragen? Möchtest du nach Studien schauen oder Vergleiche mit anderen Ländern ziehen? Vergleichst du die Inhalte einzelner Präparate und kennst die Unterschiede? Weißt du, welche Vitamine fett- und welche wasserlöslich sind? Welche Vitamine brauchen sich gegenseitig, welche behindern sich hingegen? Hinterfrage alles, was

du siehst, hörst, nimmst und empfohlen bekommst. Ernähre dich gesund, nutze viel Tageslicht und Sonne aber greife auf hochwertige Nahrungsergänzungsmittel mit, die du brauchst, mit denen du dich wohl fühlst, die dir und deinem Baby gut tun.

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