Deine Zeit im Wochenbett

Stillkissen

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Bei meinen ersten beiden Kindern verwendete ich kein Stillkissen. Stattdessen stopfte ich mir meine Sofakissen so zurecht, dass ich bequem stillen konnte. Beim dritten Kind wollte ich es dann doch mal ausprobieren. Ich begann in der Schwangerschaft, es zwischen die Beine zu klemmen, damit die Hüftschmerzen nicht so ausgeprägt waren. Das war ganz angenehm, nur doof, wenn zwischen meinem Mann und mir eine Mauer gebaut wird :-) Zur Stillzeit nutzte ich es dann täglich. Es ist ganz angenehm, wenn ich meinen Arm aufstützen und das Baby darauf ablegen kann. Nur leider rutscht während des Stillens das Baby gerne runter und unter dem Arm war zu wenig gepolstert. Insofern war es irgendwo mehr Deko und auf dem Sofa hatte ich damit meinen Platz reserviert. Jeder wusste, da sitzt und stillt Mama :-) Das Stillkissen wurde mit der Zeit einfach nur zu einer langen Wurst, die man nicht so richtig zu bändigen wusste. Aber es war auch nicht so schlecht, als dass ich mich davon trennte. Ich nutzte es die ersten Monate, aber als mein Baby größer war (ich stillte über ein Jahr) wanderte es zurück auf den Dachboden. Hier muss wohl jeder selbst abwägen, ob er es braucht oder nicht und welche Füllung für wen geeignet ist.

Stilleinlagen - Wiederverwendbar oder Einweg? 

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Schon aus meinen anderen beiden Schwangerschaften kannte ich Unterschiede der verschiedenen Stilleinlagen. Ich war mit denen von Lansinoh am zufriedensten, wobei inzwischen auch andere Marken sich diesem Modell angepasst haben, zum Beispiel Eigenmarken von Drogerien. Jetzt beim dritten Kind war ich mir dem Müllberg bewusst und habe mich für waschbare Stilleinlagen aus Baumwolle entschieden. Man muss sie zwar öfter wechseln,  aber ich habe weniger Müll und schmeiße für die kleinen Dinger keine extra Waschmaschine an. Wenn ich unterwegs bin greife ich aber auf die normalen Einweg Stilleinlagen zurück.

 

 

Thermoperlen

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Gerade in der Anfangszeit des Stillens leiden viele Frauen darunter, dass die Brust schmerzt, weil mehr Milch produziert wird, als getrunken wird. Die Brust braucht Zeit, ehe sie sich dem Bedarf des Babys anpassen kann. Wärme tut hier besonders gut, denn Wärme fördert den Milchfluss. Ein warmes Dekollete ist schon eine gute Grundbasis, aber auch mit anderen Hilfsmitteln wie das Ausstreichen mit warmen, nassen Handtüchern, Körnerkissen, warmes Wasser unter der Dusche oder Thermoperlen hilft der Brust, sich zu entleeren. Die Thermoperlen selbst fand ich leider etwas enttäuschend. Zwar ist die Idee ganz gut, aber für mich werden die Perlen nicht ausreichend warm. Zudem kühlen sie schnell wieder ab und es ist unpraktisch, sie so auf der Brust festzuhalten. Mir hat es besser geholfen, die Brust unter der Dusche auszustreichen und/ oder mit warmen, nassen Handtüchern zu massieren vor dem Stillen.

Muttermilchbeutel

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Wer abpumpt, braucht natürlich auch Behälter, wo die Milch aufbewahrt werden kann. In den meisten Fällen wird sie eingefroren, wo sie dann länger haltbar ist. Aus Platzgründen habe ich mich für die Muttermilchbeutel entschieden. Der Vorteil ist ganz klar, dass sie weniger Platz in Anspruch nehmen als eine Flasche. Zudem werden keine Flaschen besetzt, sodass man seinen Flaschenvorrat weiter nutzen kann. Legt man die Beutel waagerecht ins Gefrierfach, frieren sie als dünne Schicht ein. Das wiederum hat den Vorteil, dass sie schneller auftauen als eine dickere Schicht in Flaschen. Einziger Nachteil ist der Plastikmüll. Bei der Wahl der Marke bin ich nicht wählerisch, sie erfüllen alle ihren Zweck.

Milchpumpe

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Bei Milchpumpen stellt sich immer die Frage, wofür man sie benötigen möchte. Ich für meinen Fall nutze sie, um eine pralle Brust zu entleeren, damit das Spannungsgefühl nachlässt oder aber um auf Vorrat abzupumpen, falls mal ein Babysitter füttern muss. Der Einsatz der Milchpumpe ist bei mir also auf wenige Male begrenzt. Eine manuelle Milchpumpe funktioniert bei mir besser als eine handelsübliche elektrische. Wer aber öfter abpumpen muss, zum Beispiel für Zwillinge, für Frühchen, zum Spenden bei Milchüberschuss oder im Gegenteil, um die Milchproduktion anzuregen oder aber aus anderen Gründen häufig abpumpen muss, für den ist es vielleicht besser, sich vom Arzt eine verschreiben  zu lassen. Dann kann man hochwertige Geräte aus der Apotheke ausleihen. Mein Tipp für das Abpumpen: Schaut dabei das Baby an oder pumpt eine Brust, während das Baby an der anderen trinkt. So habt ihr mehr Erfolgt als wenn einfach nur nüchtern ein Gerät an der Brust hängt. 

 

Still- Bh

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In der Stillzeit unverzichtbar ist ein Still-BH. Hier gibt es viel Auswahl an Modellen, Preisen, Qualitäten und Materialien. Ich selbst habe mit günstigen BH´s von unter 20 € ausreichend Qualität. Ich nutze meinen BH nun schon für die dritte Stillzeit. Um den Milchfluss nicht negativ zu beeinträchtigen ist es empfehlenswert, auf BH´s ohne Bügel zu achten. Ich selbst mag es lieber, wenn die einzelnen Körbchen sich nach oben öffnen statt zur Mitte. Wer Probleme mit dem Milchfluss hat, der kann den BH statt zu öffnen auch komplett über die Brust legen während des Stillens. So wird nichts abgeschnürt, die Milch kann frei laufen.